Liebe Jägerinnen und Jäger,
 

1. Radiocäsium-Untersuchung bei Rehwild

Für eine Studienarbeit ist unser Jagdkamerad Timo Laible auf unsere Mithilfe angewiesen. Ziel seiner Arbeit ist es, einen groben Überblick über die Belastung von Rehwild mit Cäsium-137 hier in der Region zu bekommen. Dafür braucht er mindestens 25 verschiedene Proben. Wenn Sie also Fallwild haben oder mal ein Blatt zerschossen ist, legen Sie ihm bitte mindestens 500g Muskelfleisch zur Seite. Bei Fallwild, das ja ohnehin nicht in den Verkehr gebracht werden darf, am besten ein großes Stück aus der Keule herausschneiden.
Nach der Untersuchung bekommen Sie die Messwerte der Probe mitgeteilt. Wenn Sie eine Probe haben, einfach unter 0157/88 97 29 00 anrufen oder Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schreiben. Timo kommt dann vorbei und holt die Probe ab.
 
Falls er nicht unmittelbar kommen kann, sollte die Probe eingefroren und mit folgenden Daten beschriftet werden:
-Datum
-Erleger
-Revier
-Geschlecht des Wildes
-geschätztes Alter des Wildes

Im Voraus vielen Dank für Eure Mithilfe
und ein herzliches Waidmannsheil!
von Timo Laible
 

2. Trophäe vermisst

Bei der diesjährigen Hegeschau am 18.04.15 ist vermutlich durch ein Versehen ein Rehbockgeweih abhanden gekommen. Wer diesen Bock (Foto siehe Anhang) in seinem Karton entdeckt und versehentlich eingepackt hat, soll sich bitte beim 1. Vorsitzenden melden. Es handelt sich um den 1. Bock des Jungjägers Benedikt Zeller, also eine bedeutungsvolle Trophäe, die wir gern zurück geben würden. Auf Wunsch nehme ich die Trophäe auch anonym zurück und leite sie weiter.
 

3. Lernort Natur Mobil

Wir sind immer noch auf der Suche nach einem Betreuer für unseren Lernort Natur Anhänger. Wer bereit wäre, diese Aufgabe zu übernehmen, möge sich bitte beim 1. Vorsitzenden melden. Die Verwaltung und Anfragen zur Ausleihe laufen derzeit über mich. Ideal wäre ein Verwalter, der ggf. auch die eine oder andere Pädagogik-Aktion selbst übernehmen könnte, was jedoch keine zwingende Voraussetzung ist. Gern können sich auch zwei Jäger/innen diese Aufgabe teilen.
 

4. Ein Aufruf unseres Nachsuchenführers Harald Fischer

Fast 30 Jahre Schweißhundestation Langenau, das ist ein großer Lebensabschnitt. Was hat sich in dieser Zeit jagdlich alles verändert?
Klimawechsel und Landwirtschaft haben zu spürbaren Veränderungen der Jagdausübung geführt. Der Umbau des Waldes zu von Laubholz bestimmten Beständen, riesigen Maisschlägen und der Klimawandel führten zu einer Zunahme der Schwarzwildbestände.  Jagdliche Einrichtungen, Waffe samt Kaliber und Jagdmethoden mussten den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Insbesondere der Klimawandel und die damit verbundenen Wetterkapriolen machen uns Nachsuchenführern schwer zu schaffen.
Wenn z. B. nachts gegen 24 Uhr an der Kirrung auf eine Sau geschossen wird und gegen 4 Uhr morgens in 2  Stunden 30 Liter auf den Quadratmeter herunter gießen, wird jede Nachsuche infolge fehlender Bodenverwundung und nicht mehr sichtbarem Schweiß zum Blindflug. Die Körpersprache des Hundes hat sich verändert und obwohl er noch auf der Fährte ist bricht man u.U. nach einigen hundert Metern die Nachsuche ab.
Das ist  mit Sicherheit nicht der Fall, wenn in der Nacht am Anschuss Pirschzeichen festgestellt worden sind. Deshalb achtet bitte darauf, ob auch bei kurzen Fluchtstrecken
Pirschzeichen am Anschuss  sichtbar sind. Wenn nicht, ändert nach Beratung mit Eurem Büchsenmacher das Geschoss. In der Regel wird auf Sauen egal ob an der Kirrung oder
Drückjagd nicht weiter als 60 Meter geschossen. Das Geschoss muss deshalb keine besonders aerodynamische spitz zulaufende Form haben. Besonders effektiv sind vorn flache oder Rundkopf-Geschosse, die immer Pirschzeichen am Anschuss liefern. Helft uns im eigenen Interesse erfolgreich zu sein!
 
Harald Fischer
Schweißhundestation Langenau        
 

5. Messestand

Für die Erweiterung unseres Messestandes sind noch einige Arbeiten/Besorgungen zu erledigen. Wer hier gern helfen würde, meldet sich bitte beim 1. Vorsitzenden.
 

6. BJV-digital

Bei der Jahreshauptversammlung hat Max-Peter Graf von Montgelas das Programm "BJV-digital", eine Internet-basierte Lösung für ein Schwarzwild-Monitoring der Jäger vorgestellt. Wir würden gern ein paar Internet-fähige Jäger aus Schwarzwild-Revieren unserer Kreisgruppe zusammenführen, die das Programm testen, gemeinsam Erfahrungen sammeln und diese untereinander austauschen. Es muß nicht jeder Anblick eingetragen werden, aber wenigstens Erlegungen und ausgewählte andere Daten, wie z. B. Schäden. Wer an diesem Austausch Interesse hat, melde sich bitte direkt bei Jürgen Baur (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Wenn eine kleine Gruppe von Pionieren zusammen käme, könnten wir die gewonnenen Erfahrungen in unserer Kreisgruppe austauschen und an weitere Interessenten weitergeben und Stück für Stück zu einer flächendeckenden Informationsbasis mit den für uns wirklich wichtigen Daten kommen.
 
Mit Waidmannsheil!
 
Bayerischer Jagdverband
Kreisgruppe Neu-Ulm e. V.
 
Christian Liebsch
1. Vorsitzender

Am Freitag, den 5. Juni 2015, fand wieder unser traditionelles Freundschaftsschießen und Grillfest mit der Schützengesellschaft vor dem Schützenheim in Weißenhorn statt. Mit dem Wetter hatten wir dieses Jahr ein idealen Tag erwischt.

Zahlreiche Absolventen unserer Ausbildungskurse aber auch langjährige Mitglieder nutzten die Gelegenheit um sich in fröhlicher Runde wieder einmal zu treffen! Die Ausbilder um unseren Ausbildungsleiter Ludwig Kolbeck begrüssten ihre ehemaligen Schützlinge!

Metzgermeister Josef Klein und seine Frau Maria grillten hervorragende Steaks von Rind und Schwein aus eigener Schlachtung sowie leckere Grillwürste! Dazu gab es feine Salate (Dank an alle Spender!) und Süßes zum Nachtisch sowie Kaffee und Kuchen. Die Umrahmung übernahmen zahlreiche Jagdhornbläser unserer Kreisgruppe und gaben der Veranstaltung damit einen jagdlichen Rahmen, Waidmannsdank!

Ein besonderer Dank gilt auch allen Damen, die im Ausschank, im Service und in der Küche zum Gelingen dieses schönen Abends beigetragen haben, allen voran Christina Graf!

Das Schießen um die handgemalte Scheibe mit dem Motiv des diesjährigen Vereinsanzeigers gewann Hermine Haas mit einem 1,36 Teiler! Insgesamt beteiligten sich 70 Schützen am Schießen mit dem vereinseigenen Jagdgewehr, Kaliber .222 Rem, auf 100 m auf den Rehbock!

Vielen Dank an die Aufsichten August Nehmer, Jürgen Schmidt und Timo Laible für die sichere Durchführung des Schießens!
Die weiteren Platzierungen:
 
2. Daniela Sperlich
3. Martin Ment
4. Gottfried Michalik
5. M. Koschollek
6. Bernhard Wolf
7. Jürgen Böck
8. Martin Sattler
9. Stephan Benzinger
10. Anton Würfel

Bilder findet ihr in der Gallerie
 
Mit Waidmannsheil!
 
Christian Liebsch
1. Vorsitzender

Liebe Jägerinnen und Jäger,
 
mit dieser Kreisgruppen-Info möchten wir an 2 anstehende Veranstaltungen erinnern:
 
1. Am kommenden Freitag, den 08.05.2015, findet unser Jägerstammtisch im Mai im Schützenheim in Weißenhorn statt.
Ab 18.00 Uhr besteht Schießgelegenheit auf dem 100 m-Stand.
Ab 19.00 Uhr hält Dr. Hans Bösebeck einen Vortrag über "Einwanderer und Rückkehrer aus dem Tier- und Pflanzenreich in unsere heimische Natur".
 
2. Am Samstag, den 09.05.2015, findet ab 13.30 Uhr das Hegegemeinschafts-Vergleichsschießen mit der Flinte auf unserem Schießstand in Unterroth statt. Für das leibliche Wohl sorgen unsere Tontaubenfrau Christina Graf und ihre Helfer.
 
Mit Waidmannsheil!
 
Bayerischer Jagdverband
Kreisgruppe Neu-Ulm e. V.
 
Christian Liebsch
1. Vorsitzender

Liebe Leserinnen und Leser,

der Mai ist gekommen und das freut natürlich ganz besonders die Jägerinnen und Jäger: Am 1. Mai beginnt die Jagd auf den Rehbock. Spannende Tage stehen bevor, egal, ob der Bock auf der Ansitzjagd oder auf der Pirsch zur Strecke gebracht werden soll.

Auch für die Liebhaber von Wildbret ist der 1. Mai ein denkwürdiger Tag, denn dann ist wieder frisches Rehfleisch verfügbar. Rechtzeitig hat der Bayerische Jagd­verband (BJV) ein neues Kochbuch auf den Markt gebracht. „Wild und köstlich“, erschienen im Dort-Hagenhausen-Verlag, wurde zusammen mit dem Bayerischen Jagd­verband konzipiert. Das Buch ist ein Ideenlieferant für ein modernes, unkompliziertes Zubereiten von Wildgerichten.

Die Jagdsaison kann beginnen!

Waidmannsheil wünscht Ihr Newsletter-Team

 

Achtung: Wildwechsel gilt nicht nur für Frösche, Kröten und Co.

Gefahrenzeichen für Amphibienwanderung und Wildwechsel

Die Retter von Amphibien sind wieder im Großeinsatz. An vielen Orten in Bayern werden entlang der Straßen Amphibienzäune aufgestellt und sind hunderte ehrenamtliche Naturschützer im Einsatz, um den Kröten und Fröschen auf ihrem Weg von den Überwinterungsquartieren zu den Laichgewässern über die Straße zu helfen.

Keiner käme auf die Idee, die Verluste dieser Tiere unter Autoreifen mit einer unnatürlichen Amphibiendichte in Verbindung zu bringen. Das ist auch richtig so, denn hier spielen viele Faktoren eine Rolle, so zum Beispiel alte Wanderwege, die von Tieren benutzt werden, aber auch die Verkehrsdichte auf den Straßen, die laufend zu nimmt.

Was für Kröten und Frösche gilt, das sollte auch für andere Wildtiere gelten, stellt der Bayerische Jagdverband (BJV) fest. Wildunfälle sind nicht abhängig von der Dichte der Wildtierpopulation, die rechts und links von der Straße lebt, sondern von zahlreichen anderen Faktoren. Rehe zum Beispiel sind in den Frühjahrsmonaten besonders aktiv. Sie überqueren Reviergrenzen, machen „Ausflüge“ auf der Suche nach neuem Lebensraum. Dabei sind auch sie auf den altbekannten, vertrauten Routen unterwegs, die oftmals über neu gebaute Straßen führen.

Der BJV appelliert deshalb an alle Autofahrer, bei der Fahrt über Land den Fuß vom Gas zunehmen und die Seitenstreifen nicht aus den Augen zu lassen. Dort, wo Frösche die Straße überqueren, genauso wie dort, wo entsprechende Gefahrenzeichen vor Wildwechsel warnen.

Aktuelles zum Forstlichen Gutachten

Die Mitte Februar diesen Jahres gestarteten Außenaufnahmen neigen sich bayernweit dem Ende zu. Im Anschluss geht es an der Landesanstalt für Wald-und Forstwirtschaft Weihenstephan an die Auswertung der gesammelten Daten.

Nicht vergessen: Parallel laufen bereits die „Revierweisen Aussagen“ (RA), in den so genannten roten Hegegemeinschaften werden alle darin befindlichen Reviere noch einmal unter die Lupe genommen. Ob es auch in einem Revier, das zu einer grünen Hegege­meinschaft gehört, eine RA gibt, erfährt der Revierinhaber mit den Auswertungen zum Forstlichen Gutachten im Juli. Ein Waldbegang hierzu muss beantragt werden. Für diejenigen, die erst im Juli von einer RA erfahren, bleibt ebenso wie für die Stellungnahme zu den Auswertungen der Außen­aufnahmen vier Wochen Zeit, einen Waldbegang zu beantragen. Nur bei der Gelegenheit besteht noch die Chance, die „Revierweise Aussage“ abzuändern. Nutzt der Revierinhaber diese nicht, wird die „Revierweise Aussage“ als Endfassung an die untere Jagdbehörde und in den Jagdbeirat für die Abschuss­planerstellung weitergegeben.

Die Beteiligten vor Ort können und sollten, je nach Bedarf, nicht nur auf die Zahlen aus den Erhebungen der AELFs eingehen, sondern ausführlich die Situation vor Ort selbst darstellen und ein sachlich begründetes Fazit für die Abschussplanung ableiten. Als Hilfsmittel hierzu kann der BJV-Revier­bewertungs­bogen dienen, der alle relevanten Faktoren berücksichtigt, die in Verbindung mit erfolgreicher oder erfolgloser Waldverjüngung stehen, bzw. die Verbiss fördern oder reduzieren können.

Bei Fragen hilft Ihnen gerne jederzeit Fachreferentin Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Damit Sie nichts vergessen, erinnern wir Sie zeitnah auch in den weiteren BJV-Newslettern.

Übrigens: Da es auch beim Forstlichen Gutachten weiterhin einige Kritikpunkte gibt und inzwischen auch Missstände bei der Durchführung gemeldet wurden, fordert der BJV eine erneute Evaluierung dieses Gutachtens.

12./13.Mai: Symposium Raufußhühner in Freyung

Auerhuhn, Birkhuhn und Haselhuhn waren früher in Bayern vielerorts heimisch. Doch Klimawandel, Veränderungen in der Forstwirtschaft und ein hoher Freizeitdruck machen den Hühnervögeln das Leben schwer.

Der BJV lädt am 12./13. Mai 2015 zu einem Symposium im Kurhaus in Freyung ein. Fachreferenten beschäftigen sich mit den Lebensraumansprüchen dieser interessanten Vogelarten. Zusammen mit Jagdpraktikern werden Lösungen aufzeigen, wie der Schutz dieser bedrohten Hühnervögel gelingen kann.

» Programm als PDF-Datei

Anmeldung: Bayerischer Jagdverband, Dipl.-Biologin Ulrike Kay-Blum, Hohenlindner Str. 12, 85622 Feldkirchen
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Fax: 089 / 99 02 34-36

Tagungsgebühr (inklusive Verpflegung)
Tagung mit Exkursion: 30 €
Tagung ohne Exkursion: 15 €

Zahlung per Überweisung an:
Landesjagdverband Bayern e.V., Bank: VR Bank München Land eG, IBAN: DE64701 66486 00018 68500, BIC: GENODEF1OHC, Verwendungszweck: Raufußhühner + Name des Teilnehmers

Neu in Bayern: Lebensraumberater gehen an den Start

Jäger und Landwirte haben es sich zur Aufgabe gemacht, Lebensräume in der Agrarlandschaft zu erhalten, zu verbessern und neue zu schaffen. Um diese Zusammenarbeit beratend zu unterstützen, hat die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft sogenannte „Wildlebensraumberater“ eingestellt. Sie sitzen an den Fachzentren für Agrarökologie der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF), je Regierungsbezirk einer. Sie arbeiten hauptberuflich und sind von Stiftungen unabhängig.

Die Lebensraumberater sollen auf Jäger und Landwirte zugehen. Sie sollen unter anderen darüber informieren, wie die Biodiversität im Offenland gefördert werden kann, und bei der Umsetzung der Maßnahmen helfen. Im Fokus stehen dabei Hase, Rehwild und Rebhuhn, aber auch Singvögel, Hummeln, Bienen und andere Insekten.

Mögliche Maßnahmen sind die Anlage von Blühflächen am Waldrand, Hecken und Feldgehölze sowie der Zwischenfruchtanbau und die Winterbegrünung. Die Berater konzentrieren sich mit ihrer Arbeit vorerst nur auf das Offenland, nicht den Wald. Der Grund: In der Agrarlandschaft ist der Artenschwund derzeit besonders massiv.

Weitere Informationen sowie die Ansprechpartner in den Regierungsbezirken
http://www.lfl.bayern.de/iab/kulturlandschaft/090342/

In der Setz- und Brutzeit gilt: Bitte Hunde an die Leine!


BJV-Flyer für Hundeführer

Ob junge Hasen, Rehkitze oder Vogelküken – von April an verwandeln sich Feld und Flur in eine große Kinderstube. Der Bayerische Jagdverband bittet daher alle Naturfreunde und Spaziergänger um Rücksicht­nahme. Hunde sollten in der Brut- und Setzzeit grundsätzlich nur von der Leine, wenn sie im Einflussbereich des Menschen bleiben. Denn nur so kann vermieden werden, dass freilaufende Hunde Wildtiere hetzen und in Lebensgefahr bringen.

Witterung oder Anblick flüchtender Wildtiere lassen den genetisch verankerten Jagdtrieb schnell erwachen. Verfolgt ein wildernder Hund ein Reh und treibt das flüchtende Tier auf die Straße, kann ein schwerer Unfall die Folge sein. Natürlich haben Hundebesitzer den Wunsch, ihrem Hund ausreichende Bewegungs­möglichkeiten zu bieten. Das geht jedoch nicht auf Kosten von Leib und Leben der wildlebenden Tiere. Tierschutz ist nicht teilbar und gilt auch für Wildtiere!

Deshalb sollten Hundebesitzer in der freien Natur nach Wildtieren Ausschau halten, auf Distanz bleiben und ihren Vierbeiner beim Waldspaziergang an die Leine nehmen, speziell im Frühjahr und Frühsommer Wiesen nicht betreten. Eine Roll- oder Schleppleine ist gar nicht unbequem und lässt dem Vierbeiner viel Freiraum.

Das Ausführen von Hunden ist in Jagdrevieren generell nur erlaubt, wenn Hunde sich im Einwirkungsbereich ihres Besitzers befinden. Wer Hunde in einem Jagdrevier unbeaufsichtigt frei laufen lässt, macht sich einer Ordnungswidrigkeit schuldig (Art. 56 Abs. 2 BayJG). Als beaufsichtigt gilt ein Hund nur dann, wenn er auf den Wegen in Sichtweite und im Einwirkungsbereich von Frauchen oder Herrchen ist. Wird er gerufen, muss er jederzeit und sofort zurückkommen.

Gute Noten für die BJV-Öffentlichkeitsarbeit!

Über 1000 Mitglieder haben sich im März an unserer Umfrage zur Zufriedenheit mit der BJV-Öffentlichkeitsarbeit beteiligt. Sie wurde mit der Durchschnittsnote 2,68 beurteilt.

88,9 Prozent sind zufrieden bis sehr zufrieden mit der Öffentlichkeitsarbeit, fast die Hälfte aller Einsender wünscht sich noch mehr Informationen.

Das Team Öffentlichkeitsarbeit nimmt die Anregungen und Hinweise, aber auch die kritischen Bemerkungen sehr ernst. „Sie spornen uns an, unsere Arbeit immer weiter zu verbessern“, sagt Monika Schwarzenbeck, Vorsitzende des Ausschusses Öffent­lich­keitsarbeit, und bedankt sich bei allen, die mitgemacht haben, für ihr Interesse.

Kitzrettung – der Landwirt trägt Verantwortung!


BJV-Flyer "Schützt die Wildtiere"

Viele Landwirte stehen auf dem Standpunkt, es sei ausschließlich die Aufgabe der Jäger, zu verhindern, dass Kitze bei der Mahd verletzt oder getötet werden. Diese Ansicht trifft nicht zu. Zwar sind die Jäger aufgrund ihrer Hegeverpflichtung gem. Paragraph 1 des BJagdG verpflichtet, an Maßnahmen zur Kitzrettung mitzu­wirken, die überwiegende Pflicht trifft jedoch den Land­wirt und zwar aus folgenden Gründen:

  • Zum einen ist der Landwirt für die Betriebsgefahr seiner landwirt­schaftlichen Maschinen verantwortlich und muss deshalb Sorge dafür tragen, dass keine Personen- oder Sachschäden entstehen.
  • Zum zweiten trifft den Landwirt genauso eine Hege­ver­pflichtung wie den Jäger, da die Hege eines gesunden und artenreichen Wildbestandes eine gesamtgesell­schaftliche Aufgabe ist.
  • Zum dritten macht sich ein Landwirt strafbar, der ohne geeignete eigene Schutzmaßnahmen den Mähtod der Kitze billigend in Kauf nimmt. Gem. § 17 Nr. 1 Tierschutz­gesetz ist derjenige strafbar, der ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet.

Ein Landwirt, der sich weder mit den Jägern abstimmt noch eigene Maßnahmen gegen den Mähtod unternimmt, nimmt billigend in Kauf, dass er während des Mähvorganges im Gras abgelegte Kitze tötet, und macht sich deshalb strafbar. Hierzu gibt es mehrere Gerichtsentscheidungen (vgl. etwa AG Hadamar, Urt. v. 29.09.2004, Az. 1 DS 3 Js 12550/03).

Neuere Urteile bekräftigen darüber hinaus, dass sich der Landwirt gegenüber dem Jäger schadensersatz­pflichtig macht, wenn er gegen das Tierschutzgesetz verstoßen hat, indem er nicht alles Zumutbare getan hat, um den Verlust von Rehkitzen so gering wie möglich zu halten. Da es den Jägern in aller Regel auf die Erhaltung des Lebens der Kitze und damit ihren „Zuchtwert“ ankommt, wird von den Gerichten als Schadenshöhe regelmäßig der „Zuchtwert“ angesetzt. Das AG Bitburg, bestätigt durch das LG Trier, hat dabei ein Rehkitz mit 680,00 EUR bewertet (vgl. AG Bitburg, Az. 5 C 327/04, LG Trier, Az. 1 S 183/04).

Fazit: Der Landwirt hat in einem höheren Maß eine Pflicht zur aktiven Mitwirkung an der Verhinderung des Mähtods von Rehkitzen. Ihn trifft nicht nur die Hegever­pflichtung wie den Jäger, sondern er macht sich strafbar, wenn er zumutbare Maßnahmen unterlässt.

BJVdigital – sind Sie schon dabei?

Seit dem 1. Februar 2015 steht den bayerischen Jägerinnen und Jägern ein funktionstüchtiges BJV-Schwarzwild-Monitoring-System unter www.bjvdigital.de zur Verfügung. Moderne Tech­no­logien wie zum Beispiel fertige Diagramme oder ein Geo-Infor­mations-System, mit dem BJVdigital arbeitet, können die Jagdpraxis aktiv unterstützen und damit die Organisation erleichtern.

Wenn Ihr Interesse geweckt wurde, melden Sie sich am besten gleich an! Einen kurzen Infor­mationsfilm sehen Sie hier in der BJV-Mediathek

Zugang finden Sie über www.bjvdigital.de an oder wenden Sie sich an BJV-Fachreferent Max Peter Graf von Montgelas, Hohenlindnerstr. 12, 85622 Feldkirchen, Tel. 089/ 99 02 34 23, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Outdoor-Küche hat geöffnet!

Das neue Kochbuch "Wild und köstlich" ist jetzt über die BJV Service GmbH bestellbar.

Hier ein Rezept aus dem neuen BJV-Wildkochbuch
„Wild und köstlich“ für den Grillabend im Grünen.

Spitzpaprika mit Rehfleischfüllung

Für 10 Stück:

  • 10 bunte Spitzpaprika (je ca. 50 g)
  • 1 Scheibe Toastbrot
  • 2 EL Pistazien- oder Pinienkerne
  • 1 Schalotte
  • 4 Stängel Petersilie
  • 1-2 Zweige Minze
  • 350 g pariertes Rehfleisch
  • 100 g Magerquark
  • 1 TL Wildgewürz

Von den Paprikaschoten am breiten Ende jeweils einen Deckel abschneiden und das Kerngehäuse im Inneren vorsichtig entfernen. Schoten waschen. Brot in Wasser einweichen. Pistazien- oder Pinienkerne hacken. Schalotte abziehen, möglichst fein würfeln. Petersilie und Minze waschen und die Blättchen fein hacken. Rehfleisch in Stücke schneiden und im Blitzhacker grob zerkleinern. In eine Schüssel füllen. Toastbrot gut ausdrücken und zum Fleisch geben. Quark, Kerne, Schalotte und Kräuter zufügen.
Alles gründlich verkneten. Mit Wildgewürz, Salz und Pfeffer kräftig würzen.
Masse in einen Spritzbeutel mit großer Tülle geben. Die Schoten damit füllen, mit Öl bepinseln, nebeneinander in die Grillschalen legen. Auf dem Rost des vorbereiteten Grills 20 bis 30 Minuten garen, dabei öfter wenden.

Das neu Kochbuch kann übrigens über die BJV-Service GmbH bestellt werden

Blick in die „Jagd in Bayern“:

zur Jagd in Bayern

Die Mai-Ausgabe der „Jagd in Bayern“ steht kurz vor der Auslieferung. Im Mittelpunkt dieser Ausgabe stehen Berichte vom Landesjägertag in Weiden, der sich mit der Zukunft des Niederwildes beschäftigt hat.

Wer nicht die Möglichkeit hatte, den LJT zu besuchen, oder sich über die Themen anderer Ausschüsse informieren will, kann dies mit Hilfe der Homepage www.jagd-bayern.de tun. Dort finden sich Vorträge und Präsentationen zu Themen des Landesjägertags zum Nachlesen.

Darüber hinaus geht es in der neuen „JiB“ um folgende Themen:

  • Grillsaison eröffnet: Leckeres Rezept aus dem neuen Kochbuch „Wild und köstlich“
  • Praxistipp Kitzrettung: Neuer Rehkitzretter vorgestellt
  • Große Beutegreifer: Kommt der Wolf nach Bayern?
  • Rehwild richtig ansprechen: Junger oder alter Bock?
  • Erste Hilfe im Revier: Das müssen Sie im Notfall beachten
  • Die Waffen einer Frau: Merkel stellt neue Damenlinie vor
  • Die Wittelsbacher und die Jagd, Teil 2: Streifzug durchs 19. Jahrhundert

Zuwanderungsland Bayern: Neues von Wolf und Elch

Mit den Zuwanderern beschäftigt sich der Revierkurier, die vierteljährlich erscheinende Fachzeitung des BJV. Prof. Dr. Dr. Sven Herzog, Lehrstuhlinhaber für Wildökologie und Jagdwirtschaft an der Technischen Universität Dresden, geht der Frage nach „Fasst Isegrim bei uns Fuß?“. Er liefert einen spannenden Überblick über die Situation und den Umgang mit Wölfen im Allgemein und speziell in Bayern.

Weitere Beiträge befassen sich mit der Rückkehr des Elchs sowie dem Forstlichen Gutachten. Schauen Sie rein in den Revierkurier.

BJV-Handbuch 2015 ist da

BJV Handbuch 2015

Das neue BJV-Handbuch ist erschienen. Hierin finden Sie auf 582 Seiten eine Übersicht der wichtigsten Ansprech­partner im jagdlichen Bereich, Strecken­statistiken, Infor­mationen zum Schießwesen und zum Ehrungswesen im Bayerischen Jagdverband sowie zahlreiche für die Jagd relevante Gesetze.

Abgerundet wird das Handbuch durch ein Jagd-Kalendarium mit den Auf- und Untergangszeiten für Mond und Sonne und einigen Vordrucken für die jagdliche Praxis.

Bei Interesse können einzelne Exemplare in der BJV-Geschäftsstelle unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellt werden.
 

Hätten Sie’s gewusst?

Prüfen Sie Ihr Wissen über die Wildtiere und die Jagd. Viel Spaß beim Lösen der Aufgaben!

  1. Welches der nachgenannten Ferngläser ist für die Tagespirsch bei der Hochgebirgsjagd auf Gamswild bezüglich der optischen Leistung am besten geeignet?
    a) 6 x 30
    b) 7 x 50
    c) 10 x 40
     
  2. Für welche der nachgenannten Greifvögel ist Aas eine wesentliche Ernährungsgrundlage?
    a) Habicht
    b) Turmfalke
    c) Mäusebussard
    d) Roter Milan
     
  3. Welche Vorteile ergeben sich daraus, dass bei Habicht und Sperber die Weibchen größer als Terzel und Sprinz sind?
    a) Fremde Horste können erobert werden
    b) Eier können besser gewärmt werden
    c) Ein unterschiedliches Beutespektrum im gleichen Revier kann besser genutzt werden
     
  4. Welche der nachgenannten wildwachsenden Pflanzenarten sind nach den naturschutzrechtlichen Bestimmungen besonders geschützt?
    a) Klatschmohn
    b) Silberdistel
    c) Echte Kamille
    d) Küchenschelle
    e) Kornblume

Hier ist die "Lösung":1:c - 2:c,d – 3:b,c – 4:b,d

Herausgeber:
Landesjagdverband Bayern e.V., eingetragen im Amtsgericht München VR 5580
Hohenlindner Str. 12
85622 Feldkirchen
Tel.: (089) 990 234 - 0
Fax: (089) 990 234 -35
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Web: www.jagd-bayern.de

Liebe Jägerinnen und Jäger,
 
hier einige aktuelle Informationen:
 

1. Öffentliche Hegeschau

Auch dieses Jahr sind einige Rehgehörne nach der Hegeschau liegen geblieben. Betroffene Jäger/innen mögen diese bitte baldmöglichst in den Bürgerstuben in Reutti abholen, da die Gehörne dort sonst entsorgt werden.
 

2. Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau

Der erste Musterprozess hinsichtlich der Änderung in der Grundbeitragserhebung (von personenbezogener Grundbeitragsberechnung hin zu unternehmensbezogener) wurde bereits vor dem Sozialgericht in München verhandelt. Die Klage wurde zurückgewiesen, die Revision ist zugelassen. Ein neuer Verhandlungstermin steht noch nicht fest.
Der zweite Musterprozess ist derzeit in Vorbereitung. Ein BJV-Mitglied führt diesen als Revierpächter gemeinsam mit dem BJV gegen die SVLFG. Ein Verhandlungstermin ist noch nicht bekannt. Ziel des BJV ist es, die „Jagden“ aus dem Sozialgesetzbuch VII herauszulösen.
Dass Jagdpächter zusätzlich versichert sein müssen, steht außer Frage, aber es muss möglich sein, frei unter verschiedenen Versicherungsanbietern wählen zu können. Beitragssteigerungen von bis zu 280 Prozent ohne Mehrleistung durch die SVLFG und ohne konkretes Mitspracherecht ist für viele Jagdpächter nicht mehr hinnehmbar. Die Basis fordert klar die Abschaffung dieser „Zwangsversicherung“. Bislang liegen dazu über 4.000 Unterschriften vor.
Der BJV ist diesbezüglich in engem Austausch mit dem DJV sowie einigen Landesjagdverbänden. Ebenso haben wir unsere Forderungen verschiedenen bayerischen und bundespolitischen Vertretern sowie dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration vorgetragen.
 

3. Nachsuchenwesen - Mitteilung des Nachsuchenführers Harald Fischer

Am Freitag, den 1. Mai, beginnt wieder die Bockjagd. Es wird nicht ausbleiben, dass manches Stück nicht im Feuer liegt.
Sie können uns bis 23:30 Uhr anrufen - später schicken Sie bitte eine SMS auf unser Handy. Ab 5 Uhr sind wir am Morgen wieder telefonisch erreichbar.
Bei Treffern, bei denen das Stück mit hoher Wahrscheinlichkeit (Kammer und Waidwundschüsse bei Rehwild) liegen muss, suchen wir auf Wunsch noch in der Nacht nach.
Schwarzwild wird in der Regel erst am nächsten Morgen nachgesucht. Wird in der Früh geschossen, 4 Stunden später. Bei hohen Temperaturen wird in Einzelfällen bei Schwarzwild früher nachgesucht.
 

4. Wildlebensraumberater

Im Anhang senden wir Ihnen einen Flyer zur Tätigkeit und den Ansprechpartnern in der neuen Wildlebensraumberatung. Bitte machen Sie von diesem Angebot Gebrauch!
 

5. Antiquarische Jagdbücher

Aus einem Nachlaß sind uns antiquarische Jagdbücher in gutem Zustand angeboten worden, eine Auflistung finden Sie im Anhang. Bei Interesse bitte beim 1. Vorsitzenden melden.


Mit Waidmannsheil
zur aufgehenden Bockjagd!
 
Bayerischer Jagdverband
Kreisgruppe Neu-Ulm e. V.
 
Christian Liebsch
1. Vorsitzender