Liebe Jägerinnen und Jäger,
 
wie Sie wissen, steht in diesem Jahr die Erstellung der Forstlichen Gutachten zur Situation der Waldverjüngung wieder an.
Die Außenaufnahmen finden im Zeitraum 07.03. - 30.04.2015 statt. Die Revierinhaber werden gebeten, an der Aufnahme in ihrem Revier teilzunehmen, um sich zum einen ein Bild vom Verfahren zu machen und zum anderen, um sich über die aktuelle Verjüngungssituation an den Aufnahmeflächen in Kenntnis zu setzen.
Anbei senden wir Ihnen die Anweisung für die Erstellung der Gutachten zur weiteren Information.
 
Mit Waidmannsheil!
 
Bayerischer Jagdverband
Kreisgruppe Neu-Ulm e. V.
 
Christian Liebsch
1. Vorsitzender

 

 

 

 

Ist Schwarzwild durch konsequent richtige Bejagung in Griff zu bekommen?

In seinem Vortag am Freitag beantwortete Ernst Hahn diese Frage eindeutig mit "Ja".
Als Schwarzwildberater im Regierungsbezirk Mittelfranken hält er nichts von der unwaidmännischen – ethisch oftmals unvertretbaren Verfolgung der Wildschweine.

Der ehemalige Landwirt und passionierte Jäger fordert eine Bejagung die sich an den biologischen Bedürfnissen dieser Wildart orientiert. An diesen biologischen Ansprüchen hat sich bis heute nichts geändert – denn die Sauen leben immer nich in Rottenstrukturen und hier im absoluten Matriarchat. Geändert haben sich aber die Umweltbedingungen - Klima - Landwirtschaft.

Es gibt keine andere Wildart, die auf Klimaerwärmung und Futteranfall mit ähnlichen Vermehrungsraten reagiert hat, besonders dann, wenn eine falsche Bejagung stattfand. Eine Bejagung, welch auf intakte Sozialstrukturen der Sauen keine Rücksicht nimmt, ist nachweislich das allergrößte Problem. Die „älteste“ = zuerst gefrischt habende Bache ist die Leitbache. Die Leitbache bestimmt sowohl die biologischen Abläufe in der Rotte, als auch die sonstigen Aktivitäten, insbesonders die Raumnutzung.

Ein Erlegen dieser Bache läßt das Sozialgefüge der Rotte mit einem Schlag zusammenbrechen. Die Leitbache beeinflusst nicht nur die Rausche – man spricht von Synchronrausche – sie lässt im „Regelfall“ auch nicht zu, dass ihre Frischlinge, oder die in der Rotte verbliebenen weibl. Überläufer so ohne weiteres Beschlagen werden. Allen „wissenschaftlichen“ Unkenrufen zum Trotz, bremst sie in der Rotte das zügellose Vermehrungspotential ihrer „Kinder“ immer noch besser, als wenn sie nicht da ist!

Wenn Frischlingen u. Überläufern die ordnende Hand der Mutter fehlt, verbunden mit einer guten Ernährungssituation und Konstitution, lassen sie sich beschlagen und vermehren sich unkontrolliert. Unerzogene Kinder führen dann selbst Kinder! Diese „asozialen Schweine-Kinder-Haufen“ bereiten uns z. Z. die allergrößten Probleme. Fakt ist, dass fast 80% der Sauenpopulation in Bayern aus Frischlingen und Überläufern bestehen – nicht aus adulten Bachen!

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Die Grafik zeigt den Einfluss der Erlegung von Frischlingen auf die Anzahl der Wildschweine.

D. h. umso weniger Frischlinge geschossen werden, desto mehr wächst die Population. Erst wenn über mehrere Jahre mehr als 80% Frischlinge geschossen werden, sinkt die Population.

In intakten Rotten werden Überläuferbachen NICHT beschlagen. Dies ist z. B. in Rumänien zu beobachten. Tyische Rottenverbände bei uns im Landkreis sind wesentlich kleiner und werden z. T. sogar von Überläuferbachen angeführt.

Das fehlen der Leitbache führt zu einem Rauschen und Frischen während des ganzen Jahres, was die Bejagung zusätzlich erschwert! Frischlinge sind nämlich ab dem 6. bis 7. Monat geschlechtsreif und lassen sich beschlagen!

Fazit: Schießt Frischlinge und Überläufer, bevor diese selbst frischen,
denn die alten, groben Bachen sind nicht das Problem.

Was geschieht wenn die Leitbache zur Strecke kommt? - Ein Beispiel:
Eine Bache führt, normal gefrischt im Februar/März, 6 Frischlinge und aus dem Vorjahr noch 2 weibl. Überläufer.
Diese kleine Rotte besteht aus 1 + 6 + 2 = 9 Stück.

Ein unbedarfter Jäger erschießt Mitte/Ende Juni diese führende Bache. Was passiert, wenn die Aufsicht dieser Leitbache fehlt?
Jeder der Überläufer lässt sich - einer muss ja wieder „Führungsrolle übernehmen“ - binnen 14 Tagen beschlagen! So um Ende Oktober frischt jede dieser 2 kleinen Bachen 5 Frischlinge.  
Jetzt ist es schon eine größere Rotte von: 2 ÜL-Bachen + 10 Frischlingen + 6 großen Frischlingen = 18 Stück
Dieses bedeutet bereits eine Vermehrung um 100 %!

Aber was passiert dummerweise noch?
Von den 6 großen Frischlingen sind 3 weiblich. Diese lassen sich mit 6 – 7 Monaten also ab August beschlagen, sie sind geschlechtsreif und ohne Aufsicht. Jeder frischt 4 Frischlinge, Ende November/Anfang Dezember.
Jetzt ist das schon eine größere Rotte von:  
2 ÜL.-Bachen mit 10 Frischlingen, 3 Fr.-Bachen + 12 Frischlingen + 3 männl. große Frischl. = 30 Stück!

Hätte der Jäger richtig gehandelt und anstatt der führenden Bache, die zwei weiblichen Überläufer erschossen, bestünde diese Rotte im Winter nur aus 7 Sauen, anstatt 30 Sauen! Das wären 80% des Anfangsbestandes!

Newsletter des Bayerischen Jagdverbandes e.V. (BJV)
 

Ausgabe 6. Februar 2015

 

Liebe Leserinnen und Leser,

der Februar hat nun doch den ersehnten Schnee gebracht. Vielerorts haben die Revierinhaber mit der Fütterung alle Hände voll zu tun. Die Sauenjäger hingegen freuen sich über die weiße Pracht, die ihnen die Chance beschert, nun doch noch das eine oder andere Stück zur Strecke zu bringen.

Die Zeit zur Lektüre des Newsletters sollten Sie sich aber nehmen! Danach wissen Sie, was gerade aktuell ist: Das forstliche Gutachten beginnt, BJVdigital geht an den Start und wer beim KULAP, dem Bayerischen Kulturlandschaftsprogramm mitmachen will, muss schnell sein!

Viel Spaß beim Lesen wünscht das Newsletter-Team

Gewinner des BJV-Journalistenpreises 2014

Verleihung der BJV-Journalistenpreise 2015 beim Neujahrsempfang des Bayerischen Jagdverbandes
(v.l.) Monika Schwarzenbeck, Vorsitzende BJV-Ausschusses Öffentlichkeit, Jagdkönigin Bettina Frühwald, SZ-Redakteurin Rita Baedeker (1. Preis), Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke, Autorin und Journalistin Nicola Förg (Sonderpreis), Redakteur André Paul (2. Preis) und freier Journalist Rudolf Stumberger (3. Preis).

Der Bayerische Jagdverband (BJV) hat bei seinem Neujahrsempfang am 28. Januar in München den Journalistenpreis vergeben. Mit diesem Preis will der Verband Journa­listinnen und Journalisten auszeichnen, die die komplexen Themen der Jagd vermitteln und eine breite Öffentlichkeit für die Arbeit der Jägerinnen und Jäger in Bayern und darüber hinaus interessieren.

Die Gewinner 2014 sind: Rita Baedeker, Redakteurin der Süddeutschen Zeitung, André Paul, Redakteur der Bayerischen Staatszeitung, und Rudolf Stumberger, freier Journalist, für eine Reportage in der „Welt am Sonntag”. Ein Sonderpreis ging an die Journalistin und erfolgreiche Romanautorin Nicola Förg, unter anderem für ihre Beiträge im Wochenendjournal des Münchner Merkurs.

» mehr zu den Gewinnern und die diesjährigen Beiträge zum Nachlesen

Auch für das Jahr 2015 wird der Bayerische Jagdverband wieder einen Journalistenpreis ausloben. Nähere Informationen dazu gibt es in Kürze auf der Homepage www.jagd-bayern.de.

Einen Live-Bericht vom Jahresempfang, an dem mehr als 1400 Vertreter der Jagd, Gesellschaft und Politik teilgenommen haben, bietet der Videoclip auf unserer Homepage. Klicken Sie sich rein!

» zum Videobeitrag

Falknerei ist deutsches Kulturerbe

Falknerei - eine „moderne“ Jagdart

Die Beizjagd wurde in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Die Kunst, mit Vögeln zu jagen, hat neben 26 weiteren deutschen Kulturformen den Sprung auf die Liste des UNESCO-Kulturerbes geschafft. Damit erfährt die Falknerei dieselbe kulturelle Anerkennung wie zum Beispiel der Orgelbau oder die Oberammergauer Festspiele. Die Jagd mit Greifvögeln ist in befriedeten Gebieten, wo nicht mit der Waffe gejagt werden darf, unverzichtbar.

Mehr zur Falknerei unter
http://www.jagd-bayern.de/falknerei-moderne-jagdart.html

Start für das Forstliche Gutachten

Die jungen Bäume in den bayerischen Revieren werden wieder unter die Lupe genommen. Bedienstete der Bayerischen Staatsforstverwaltung kontrollieren mit einem Millionen teuren Aufwand ab Februar vor Ort, wie groß der Einfluss der Wildtiere auf die Entwicklung er jungen Waldbäume ist. Ergebnis ist das Forstliche Gutachten zur Situation der Waldverjüngung, das alle drei Jahre erstellt wird. Schalenwildarten wie Reh-, Rotwild und Gams stehen die Forstbediensteten in der Regel kritisch gegenüber, vor allem dem Rehwild. Sie sind für sie die Schadensverursacher, die Schädlinge, die sie am liebsten „auszurotten“ würden. Ärgerlich ist es, dass bei der Datenerfassung auch der Seitentreibverbiss erfasst wird, wenn kein Leittreibverbiss vorliegt.

Mehr Gelassenheit wäre wünschenswert, sagt BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke. Philipp Freiherr von Guttenberg, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzer, habe erst kürzlich beim Empfang der Waldbesitzer auf der Grünen Woche in Berlin festgestellt, dass „es dem Wald noch nie so gut ging wie heute“. (Siehe Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt 5). Er warnte davor, mit falschen Behauptungen „unberechtigte Ängste anzuheizen“.
Übrigens: Nach Experten-Aussage ist es nur bedingt möglich, eindeutig zu erkennen, wer den Verbiss überhaupt verursacht hat. Grundsätzlich kommen alle Pflanzen­fressenden Tierarten in Betracht, insbesondere Mäuse und alle Hasenartigen wie Kaninchen oder Feldhase. Nicht zu vergessen das Eichhörnchen. Studien haben gezeigt, dass in zehn Fällen von Verbiss nur einer auf das Konto des Rehwildes ging, der Rest auf das Konto gefräßiger Nager.

Mehr dazu auf unserer Homepage unter
http://www.jagd-bayern.de/bjv-vegetationsgutachten.html

Der BJV hat die Jägerinnen und Jäger auf den Waldbegang vorbereitet. Die BJV-Schu­lungs­angebote zum aktuellen Forstlichen Gutachten für Hegegemein­schaftsleiter waren sehr gut besucht. Rund 600 Teilnehmer haben sich im Vorfeld bei den von Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Referentin für Forstliche Gutachten, Waldbau und Jagd im BJV, geleiteten Veranstaltungen informiert.

Jagdkönigin gesucht!

Die amtierende Jagdkönigin Bettina Frühwald
Die amtierende Jagdkönigin Bettina Frühwald übergibt im Herbst ihre Krone an ihre Nachfolgerin

Der Bayerische Jagdverband sucht eine neue Jagd­königin. Bei der Eröffnung der Messe „Jagd, Fisch und Natur“, die vom 1. bis 4. Oktober 2015 in Lands­hut stattfindet, wird die Nachfolgerin der am­tie­renden Jagdkönigin Bettina Frühwald „gekrönt“.

Interesse? Bewerberinnen werden gebeten, ihre Unterlagen bis 31. Mai an folgende Adresse zu senden: Thomas Schreder, BJV-Geschäftsstelle, Hohenlindner Straße 12, 85622 Feldkirchen, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Weitere Infos finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Jagd in Bayern unter BJV aktuell.

BJVdigital – jedes Jagdrevier kann beim webbasierten Schwarzwildmonitoring in Bayern mitmachen

Die Schwarzwildjagd erfordert viel Jagdpassion und Engagement. Beides sind Tugenden die die bayerischen Jäger auszeichnen. Nicht umsonst haben sie in den vergangenen Jahren konsequent die Schwarzwildstrecken erhöht. Unser Ansporn ist es, weiterhin die Schwarzwildjagd zu fördern und zu unterstützen. Das Schwarzwildmonitoring des Bayerischen Jagdverbandes will dabei die aktive Jagdausübung mit wichtigen Informationen begleiten und verbessern. Nun ist das neue Upgrade von BJVdigital online, unter www.bjvdigital.de können die Jäger selber durch die Pflege ihrer Daten einen weiteren Anteil zur Schwarzwildjagd in ihrer Region leisten. Darüber hinaus stellen wir zusätzliche Informationen, die bei der Schwarzwildjagd von Interesse sind, auf diesen Seiten zur Verfügung.

Wenn Sie sich zum digitalen Schwarzwildmonitoring anmelden wollen oder weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die BJV-Geschäftsstelle, Max Peter Graf von Montgelas, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.: 089/990234-23, Fax: 089/990234-37

Weitere Informationen auch auf der BJV Homepage www.jagd-bayern.de, Menüpunkt „Jagdpraxis“, „Schwarzwildarbeitskreise“

Jäger, Forst und Naturschutz engagieren sich gemeinsam für das Haselhuhn

Haselhuhn

Das Haselhuhn, ein kleiner Waldvogel, der mit dem Auerhuhn verwandt ist, ist in den Wäldern kaum mehr zu sehen. Er ist eben so selten geworden, wie die strukturreichen, lichten Laub- und Misch­wälder, die er zum Leben braucht.

Johann Gaisbauer (Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten) und Alois Rosenberger (Bayerischer Jagdverband, Kreisgruppe Wegscheid) wollen gemeinsam dafür sorgen, dass das Haselhuhn im Landkreis Passau und vor allem im Wegscheider Land wieder Fuß fassen kann. In einem ersten Schritt werden Beobachtungen aus der Jägerschaft gesammelt, danach Lebensräume und Vögel durch einen Biologen erfasst und ausgewertet. Abschließend sollen in Kooperation mit interessierten Waldbesitzern geeignete Maßnahmen zur Aufwertung der Haselhuhn-Lebensräume im Wegscheider Raum umgesetzt werden.

Die Wildland Stiftung Bayern, Naturschutzorganisation der Jäger, unterstützt die Aktion.

Mehr dazu: www.hausamstrom.de/.../das-haselhuhn

Säume der Agrarlandschaft erhalten und wiederherstellen –
ein Praxisleitfaden

Wegsäume können bei geeigneter Pflege wertvolle Lebensräume darstellen. Ein Projektbericht zeigt praxisnah, wie strukturarme Landschaften - in denen ein selbst­ständiges Einwandern der Arten unwahrscheinlich ist - mittels Ansaat wieder attraktiver werden.

Weitere Informationen unter:
www.anl.bayern.de/.../saeume-der-agrarlandschaft/

Heute schon ein Blick in die März-Ausgabe der „Jagd in Bayern“:

  • Jubiläum für den BJV: 20. Neujahrsempfang mit 1.400 Gästen im Münchner Löwenbräukeller
  • Leserumfrage zur Kommunikation: Bitte beteiligen Sie sich!
  • Landesjägertag vom 10. bis 12. April in Weiden:
    Übersicht über das Programm
  • Muttertierschutz beim Fuchs: Die Jagd auf führende Elterntiere ist und bleibt tabu
  • Neue Rubrik: Der Niederwildausschuss empfiehlt
  • Rechtstipp zum Jagdschutz
  • Naturschutzthema Hühnervögel: Informationen rund ums Haselhuhn
  • Vorstellung Schwarzwildgatter
  • Bauplan für einen schnellen Sitz
  • Tipp des Monats: Sondermodell „Ansitzmantel Landesjagdschule Wunsiedel“
  • Die Wittelsbacher und die Jagd, Teil 2
  • Alles Wissenswerte über das Schwarzwildgatter in Bayreuth

Aujeszkysche Krankheit – darauf sollten die Jäger achten!

Ende des vergangenen Jahres ist ein Jagdhund im Raum Kelheim nach dem Jagdeinsatz eingegangen. Untersuchungen haben ergeben, dass sich das Tier mit dem Aujeszky-Virus (AKV) infiziert hatte. Trotz der Tragik für die im Einzelfall betroffenen Tiere und deren Halter ist festzustellen, dass das Infektionsrisiko in der Gesamtheit keinen Anlass zur Panik gibt.

Dennoch sollten sich die Jägerinnen und Jäger über die Viruserkrankung und die damit verbundenen Besonderheiten sowie Vorsichtsmaßnahmen informieren:

» Aujeszkysche Krankheit – darauf sollten Jäger achten!

Junge Jäger Bayern – Zukunft mitgestalten

Junge Jäger Bayern – das ist das „Jugendforum“ des Bayerischen Jagdverbandes (BJV). Es will nicht nur jungen und junggebliebenen Jägerinnen und Jägern, sondern auch frischgebackenen Jagd­schein­inhaber (zwischen 16 und 40) eine Heimat geben.

Warum gehen sie auf die Jagd? Was sind ihre Ziele? Darüber informiert der soeben erschienene Flyer, der bei der BJV-Geschäftsstelle erhältlich ist. Lisa Klebensberger 089-990 234 22 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Mehr über die Jungen Jäger Bayern unter
www.jagd-bayern.de/bjv-junge-jaeger-bayern

Jetzt mitmachen beim KULAP!

Wer beim KULAP, dem neuen Bayerischen Kulturlandschaftsprogramm, mitmachen will, muss schnell Jagdgenossen von seinen Plänen überzeugen und den Antrag stellen. Die Frist läuft am 28. Februar bereits aus.

Ziel des Kulturlandschaftsprogramms ist es, umweltschonende Bewirtschaftungs­maßnahmen finanziell zu fördern. Viele dieser Maßnahmen verbessern auch die Lebensräume der Wildtiere. Im Gegensatz zum Greening ist die Teilnahme am KULAP freiwillig. Mitmachen können alle Landwirte, die mindestens drei Hektar landwirt­schaftliche Fläche selbst bewirtschaften.

Weitere Einzelheiten dazu in der Februar-Ausgabe der Jagd in Bayern
http://www.jagd-bayern.de/jib_201502.html

Neue Materialien zur Umweltbildung

Johanna Vilsmeier von Treffpunkt Wildland hat zusammen mit der Grafikerin Esther Lindner neue Materialien zur Umweltbildung entwickelt. Tiermasken von Fuchs, Dachs oder Reh erfreuen sich bei Veranstaltungen besonderer Beliebtheit.

Anspruchsvoller sind Bastelarbeiten wie das Tierspuren-Bandolo, ein dreidimensionaler Auerhahn und die Bayerische Naturkunde. Hier ergänzen Tierfächer noch viel Wissenswertes zu den einzelnen Tierarten.

Die Bastelbögen stehen auf der Homepage der Wildland-Stiftung zur Nutzung bereit und können heruntergeladen werden. Weitere Bastelmaterialien sind in Vorbereitung. Lassen Sie sich überraschen.

Übrigens: Wir suchen noch Übersetzer. Wenn Sie uns die Bayerische Naturkunde ins Schwäbische, Fränkische oder andere Dialekte übersetzen können, melden Sie sich bitte unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Termine:

Vormerken: Landesjägertag 2015 in Weiden

Der diesjährige Landesjägertag findet vom 10. bis 12. April 2015 in Weiden in der Oberpfalz statt. Bitte diesen Termin schon vormerken!

Das Programm des Landesjägertags wird in Kürze auf der Homepage veröffentlicht. Wer ein Zimmer reservieren will, kann dies über das Tourismus-Büro machen http://www.weiden-tourismus.info/

Es geht los – Anmeldung im Saugatter Aufseß möglich

Am 8. März wird das erste bayerische Schwarzwildübungsgatter eröffnet - Trainingsmöglichkeit ab 9. März.

Reservieren Sie einen Termin bei Gattermeister Georg Hostalka
Anmeldung: Montag bis Freitag, 7:30 bis 10 Uhr:
Tel.: 09197 / 627440, Mobil: 0172 / 8901440 oder per
E-Mai: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Bitte bei der Anmeldung folgende Informationen angeben:

  • Kontaktdaten des Hundeführers
  • Name des Hunde

Im Saugatter sind folgende Dokumente vorzulegen:

  • aktuelle, vollständige Ahnentafel des Hundes
  • Impfpass des Hundes; für den Hund ist nachzuweisen, dass ein vom Gesetzgeber vorgeschriebener, rechtzeitiger und noch wirksamer Tollwut-Impfschutz besteht.
  • Gültiger Jagdschein

Gebühr für eine Übungseinheit: 30 Euro

Führungsseminar für Kreisgruppenvorsitzende

!!! Terminänderung !!!
Die Veranstaltung findet am 27. März 2015 im Haus der bayerischen Jäger, Hohenlindnerstr. 12, 85622 Feldkirchen statt.

Hier ein Blick in das Programm des Seminars für neu gewählte Vorstands­mitglieder der BJV-Kreis­gruppen und für „alte Hasen“:

9:00 Uhr    „Achtung Falle“ - Steuerliche Aspekte der Gemeinnützigkeit
10:30 Uhr   
„Interessen aktiv durchsetzen“
Erfolgreiche Kommunikation mit den Entscheidungsträgern vor Ort
12.00 Uhr Mittagspause
13.30 Uhr „Ihr perfekter Auftritt“ - Gundlagen der Rhetorik
15.00 Uhr Kaffeepause
15:30 Uhr „Wir lassen Sie nicht im Regen stehen“ - BJV-Serviceleistungen

Anmeldungen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Termine - Jagdliches Schießen 2015

Datum   Regierungsbezirke/
Meisterschaft
Schießanlage Kontakt
24. April   Oberbayern Unterdill Bernd Hirschfelder | Tel.: 089/8507185
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
8. Mai   Schwaben Amerdingen Martin Mühlbauer | Mobil: 0172-9733289
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
30. Mai   Oberfranken Drügendorf Horst Höhnlein | Tel.: 09191/729666
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
20. Juni   Unterfranken Amerdingen Martin Mühlbauer | Mobil: 0172-9733289
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
27. Juni   Mittelfranken Herrieden Martin Mühlbauer | Mobil: 0172-9733289
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
4. Juli   Niederbayern/ Oberpfalz Bockenberg Anton Renkl (NB) | Mobil: 0176-24432928
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Rupert Meyer (Opf.) | Mobil.: 0179-5158338
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
17./18. Juli   Landesmeisterschaft (LM) Amerdingen Martin Mühlbauer
Mobil: 0172-9733289
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
11./12. September   Großes Bayerisches
Landesschießen (GBL)
Amerdingen Martin Mühlbauer | Mobil: 0172-9733289
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hätten Sie’s gewusst?

Prüfen Sie Ihr Wissen über die Wildtiere und die Jagd. Viel Spaß beim Lösen der Aufgaben!

  1. Darf ein Revierinhaber, der ein ausgemähtes Fasanengelege hat ausbrüten lassen, zwecks Aufzucht der Küken Eier der Roten Waldameise sammeln und verfüttern?
    a) Ja
    b) Nein
     
  2. Welche der nachgenannten Aussagen zur .Roten Liste. ist richtig?
    a) Sie ist ein Nachweis der vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten in den Naturschutzgebieten
    b) Sie ist eine Auflistung der in ihrem Bestand gefährdeten Pflanzen- und Tierarten
    c) Die in der Roten Liste aufgeführten Tierarten dürfen nicht bejagt werden
     
  3. Warum sind stumm jagende Hunde für den Jagdgebrauch im Wald weniger geeignet als spurlaute Hunde?
    a) Weil stummjagende Hunde das Wild in Panik versetzen
    b) Weil stummjagende Hunde gesundes Wild nicht so schnell fangen
    c) Weil der Jäger den Verlauf der Jagd nicht verfolgen kann
     
  4. Welche der nachgenannten Tierarten unterliegen in Bayern dem Jagdrecht?
    a) Lachmöwe
    b) Knäkente
    c) Wolf
    d) Wachtel
    e) Waldohreule
    f) Eichelhäher
Hier ist die "Lösung":1:b - 2:b – 3:a,c – 4:a,b,d,f
(zur Anzeige bitte mit Maus über "Lösung" fahren)

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Danke für Ihre Aufmerksamkeit und bis zum nächsten Mal

Empfehlung
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85622 Feldkirchen
  Tel.: (089) 990 234 - 0
Fax: (089) 990 234 -35
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Web: www.jagd-bayern.de
 
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Liebe Jägerinnen und Jäger,

in den letzten Jahren wurde die Jägerschaft wiederholt durch Meldungen, nach welchen sich Jagdhunde im Rahmen der Jagdausübung auf Schwarzwild mit dem Aujeszky-Virus (AKV) infiziert haben und in Folge dieser Infektionen verendet sind, aufgeschreckt. Im Dezember 2014 ist erneut ein Jagdhund im Raum Kelheim nach dem Jagdeinsatz verendet. Das Vorliegen des AK-Virus wurde amtlich bestätigt. Dies gibt erneut Anlass, die Viruserkrankung und die damit verbundenen Besonderheiten sowie Vorsichtsmaßnahmen vorzustellen:

Beim Erreger der sogenannten Aujeszkyschen Krankheit (AK) handelt es sich um ein Herpesvirus. Neben Schweinen sind besonders Hunde, Katzen und Wiederkäuer, aber auch Nagetiere und Hasenartige infektionsanfällig. Außer Schweineartigen sind alle anderen Tierarten „Endwirte“, die zwar erkranken, das Virus aber nicht weitergeben können. Bei diesen verläuft die Krankheit ausnahmslos tödlich, es bestehen keinerlei Therapiemöglichkeiten. Menschen sind nicht für das Virus empfänglich.

Gemeinsames Merkmal aller Herpesviren ist die lebenslange Verborgenheit und Verweildauer im Organismus. Sauen, die sich einmal infiziert haben, bleiben lebenslang Virusträger obwohl der Organismus Antikörper gegen das Virus entwickelt. Bekannt ist uns dieses Phänomen vom humanen Herpes-simplex Virus und den wiederkehrenden Lippenbläschen, die Zeichen einer Reaktivierung des Virus´ durch bestimmte innere und äußere Faktoren sind. Unter Stressbedingungen, die zu einer Beeinträchtigung des Immunsystems des betreffenden Tieres führen, kann es dann zu einer Reaktivierung und Ausscheidung des Virus kommen.

Grundsätzlich ist jede als gesund erlegte Sau als eine potenzielle Infektionsquelle für Hunde anzusehen. Man sieht den Sauen nicht an, ob sie sie sich schon einmal infiziert haben und das Virus nun in ihnen „schlummert“ oder sie gerade Virus ausscheiden. Die Nutzschweinbestände im deutschsprachigen Raum sind zwar seit einigen Jahren frei vom Erreger der AK, die Wildschweinpopulation stellt jedoch ein Reservoir für das Virus dar. Diese Virus-tragende Schwarzwildpopulation stellt die bedeutendste potentielle Eintragsquelle in die Nutztierbestände dar und muss aber auch als Gefährdungspotential für unsere Jagdhunde angesehen werden.

Die Infektion geht bei Hunden in der Regel über das Maul, d.h. über eine orale Aufnahme des Virus einher. Das passiert zum einen über das Fressen Virus-haltigen Organmaterials (Aufbruch) oder das Aufschlecken von Schweiß oder Speichel, aber auch über Wunden in der Mundschleimhaut des Hundes oder über Bissverletzungen durch die Wildschweine. Dazu ist zu bemerken, dass das Virus gegenüber Sonnenlicht und Trockenheit sehr widerstandsfähig ist und somit auch in der Umwelt mehrere Wochen infektiös sein kann (Problem u.a. Malbäume im Winter). Die Zeit zwischen Infektion und Auftreten der ersten klinischen Symptome dauert in der Regel 3 – 5 Tage, innerhalb der nächsten 16 – 48 Stunden verstirbt der Hund, Heilung gibt es keine. Um unseren für eine waidgerechte Jagd unbedingt notwendigen vierbeinigen Jagdhelfern das Recht auf größtmöglichen „Tierschutz“ zu ermöglichen, muss das Ansteckungsrisiko für den Jagdhund reduziert werden.

  • Daher ist die Verfütterung von rohem Schwarzwildbret oder Aufbruch ein absolutes Tabu.
  • Hunde sind vom Streckenplatz und Aufbruchplätzen fernzuhalten.

Das Infektionsrisiko für unsere Hunde bei der Jagdausübung zu reduzieren, ist dagegen nur schwer möglich. Direkte Kontakte von Hunden zu Schwarzwild, egal ob zu lebenden oder toten Stücken, sollten auf ein Minimum reduziert werden. Hunde, die Sauen scharf angehen oder die Beute in Besitz nehmen wollen, sind besonders gefährdet. Vierläufern, die Sauen nur hoch machen und verbellen, aber nicht packen, ist der Vorzug zu geben. Es ist äußerst wichtig, die Hunde nicht unbeobachtet laufen zu lassen. Der kontrolliert am Schweißriemen arbeitende Nachsuchenhund ist vergleichsweise weniger gefährdet.

Eine Gefährdung der an den Sauen arbeitenden Hunde durch die Erreger der Aujeszkyschen Krankheit mit fatalem Ausgang ist prinzipiell möglich. AK-Infektionen bei Jagdhunden sind zwar bislang eher seltene Ereignisse, ein Nullrisiko gibt es allerdings nicht, denn gänzlich lässt sich der Kontakt bei der Jagdausübung zwischen Hund und Sau natürlich nicht vermeiden. Das Risiko kann aber durch die genannten Maßnahmen deutlich verringert werden. Es liegt im Verantwortungsbereich jedes einzelnen Jagdhundeführers, die Art und Weise des Einsatzes seines Vierläufers festzulegen.

Hilfreich wäre es natürlich, die Erregerhäufigkeit, die so genannte Prävalenz, in den Revieren etwa zu kennen und so das Risiko bezüglich des Einsatzes der Jagdhunde von Fall zu Fall abwägen zu können. Seit dem Jahr 2012 ist das Bayern weite, landkreisbasierte Schweinepest-Monitoring um den serologischen Nachweis (= Antikörper-Nachweis) von AKV erweitert worden. Der Nachweis von Antikörpern gegen das Virus zeigt eine Infektion des untersuchten Schweines an, lässt aber keine Aussage über dessen Gesundheitszustand zu, serologisch positive Tiere sind im Regelfall klinisch gesund.

Mittlerweile sind in allen Regierungsbezirken Prävalenzen von 1% bis fast 20% (im Mittel 12%, Datenlage 12/2014) zu verzeichnen. Grundsätzlich ist aber festzustellen, dass das Infektionsrisiko, trotz der Tragik für die im Einzelnen betroffenen Tiere und deren Halter, in der Gesamtheit keinen Anlass zur Panik gibt.

Mit Waidmannsheil!

Bayerischer Jagdverband Kreisgruppe Neu-Ulm e. V. Christian Liebsch 1. Vorsitzender

DJV-Pressemeldung: Vorsicht mit Alkohol bei der Jagd

Deutscher Jagdverband

Pressemeldung

Sehr geehrte Damen und Herren

hiermit erhalten Sie eine Pressemeldung des Deutschen Jagdverbandes (DJV) zur Veröffentlichung und weiteren Verwendung.

Vorsicht mit Alkohol bei der Jagd

Vollständiges Urteil des Bundesverwaltungsgerichts liegt vor

(Berlin, 27. Januar 2014) Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. Oktober 2014 (Az. 6 C 30.13) zum Umgang mit Waffen unter Alkoholeinfluss hat schon allein auf Grund der veröffentlichten Pressemitteilung hohe Wellen geschlagen. Nun liegt auch die vollständige Urteilsbegründung vor, die verlässliche Rückschlüsse zulässt. Hervorzuheben sind im Urteil zwei Aspekte: Zum einen führt nicht jeglicher Alkoholkonsum zur Unzuverlässigkeit des Waffenbesitzers, sondern nur eine Menge die „typischerweise verhaltensbeeinflussend wirkt“. Das ist nach Studien zu Alkohol im Straßenverkehr bei nur sehr geringen Mengen nicht der Fall. Eine 0,0-Promille-Grenze könne das Bundesverwaltungsgericht daher nicht einführen und habe es auch nicht getan, betonte DJV-Präsidiumsmitglied Ralph Müller-Schallenberg. Zum anderen ist Alkoholeinfluss nicht bei jeder Form des Umgangs mit Waffen unzulässig, sondern nur bei dem Gebrauch der Waffe, insbesondere beim Schießen. Der Umgang mit Waffen nach der Jagd, etwa die vorübergehende Aufbewahrung während des Schüsseltreibens oder der Transport nach der Jagd würden von dem Urteil nicht erfasst. Da auch der Transport der Waffe sorgfältig erfolgen muss, ist auch dabei Zurückhaltung erforderlich.

In einem verwaltungsgerichtlichen Verfahren könne zudem nur über die Rechtmäßigkeit einer Behördenentscheidung im Einzelfall entschieden werden. Allgemeine Regeln (etwa eine fixe Promille-Grenze) könne nur der Gesetzgeber aufstellen. Allerdings habe eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts schon eine Bedeutung über den Einzelfall hinaus, sagte Müller-Schallenberg weiter. In dem entschiedenen Fall hatte der Kläger eine Atemalkoholkonzentration von mindestens 0,39 mg/l. Das entspricht einem Blutalkoholwert von etwa 0,8 Promille.

Unabhängig von den Aussagen des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts, rät der DJV von jedem Alkoholkonsum vor und während der Jagd ab.

Bereits kurz nach dem Urteil (als die schriftliche Begründung noch nicht vorlag) hatte der DJV ein Interview mit Rechtsanwalt Clemens Hons geführt, der den Kläger vor dem Bundesverwaltungsgericht vertreten hatte. Das Interview ist unter www.jagdverband.de einzusehen. Das Urteil ist im Internet unter www.bverwg.de abrufbar.